KREISVERBAND BÖBLINGEN

Politik und Kultur am Internationalen Frauentag

Am Freitag, den 8. März 2013 begrüßten die Kreisgrünen die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter in Böblingen. Aus Anlass des Internationalen Frauentages diskutierte sie mit dem Kreisvorsitzenden und grünen Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Böblingen, Sven Reisch, über die Rolle von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Seit über einem Jahrhundert wird weltweit der Internationale Frauentag begangen um auf die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Benachteiligung von Frauen aufmerksam zu machen. Geringere Löhne, mangelnder Zugang zu politischen Ämtern und in berufliche Führungspositionen und die nach wie vor schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur einige der Problemfelder, die bewältigt werden müssen.

In einer ersten Diskussionsrunde wurden gemeinsam mit dem Publikum Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Gremien diskutiert. In den baden-württembergischen Räten und Parlamenten sind Frauen eine Minderheit: Der Frauenanteil beträgt in den Gemeinderäten 22%, in den Kreisräten 16% und im Landtag sind auch lediglich 18% Frauen vertreten. Um den Anteil von Frauen in der Politik zu erhöhen, werden Grün und Rot in Baden-Württemberg die Quote auf den Wahllisten als Soll-Bestimmung gesetzlich verankern. Die Quote für politische Gremien ist ein wichtiges Mittel zur gleichberechtigten Teilhabe, das von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt begleitet werden muss.

Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als ihre männlichen Kollegen. In der zweiten Diskussionsrunde wurde deshalb über Frauen im Arbeitsmarkt diskutiert. Mehr als männliche Kollegen geraten Frauen in die sogenannte Teilzeitfalle, müssen sich mit Minijobs begnügen, leiden unter schlechter Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgrund von falscher Unternehmenskultur und unzureichenden öffentlichen Betreuungsstrukturen. Typische “Frauenberufe” im Sozial- und Gesundheitswesen sind oft schlecht entlohnt. Der sogenannte “gender pay gap” (Lohnlücke) wirkt sich dabei noch verstärkt auf die Rente aus. Die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern beträgt sage und schreibe 42%. Mit einem Entgeltgleichheitsgesetz, einem verbindlichen Mindestlohn und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden wir dafür sorgen, dass die Lohn- und Rentenlücke kleiner wird.

Maßnahmen für ein familienfreundliches Berufsleben – Kitas statt Betreuungsgeld, Ganztagesschule, flexible und qualitative Betreuung und flexible Arbeitsverhältnisse (Stichwort vollzeitnahe Teilzeit und ein Recht auf Rückkehr zur Vollzeit) entsprechen einer modernen Gesellschaft. Frauen wie Männern muss es ermöglicht werden, selbstbestimmt ihren Lebensentwurf zu verfolgen.

 

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