Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Themen für die künftige Kreistagsarbeit!

Der Landkreis Böblingen schließt sich der „Agenda 2030 –Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene“ an. Diesen wichtigen und wegweisenden Beschluss fasste der Kreistag in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Ein weiterer Beschluss zum „Klimaschutzstufenplan – klimaneutrale Landkreisverwaltung bis 2040“ zeigt, dass diese Themen Stück für Stück ins Zentrum der künftigen Kreispolitik rücken. Für beide Themen setzt und setzte sich die Grüne Kreistagsfraktion, sichtbar in vielen Anträgen,in der Vergangenheitein.

Roland Mundle, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag: „Am Beispiel der Pandemie ist klar geworden wie wichtig eine langfristige, weitsichtige Handlungsweise ist. Trotzdem wir die Pandemie noch lange nicht hinter uns gelassen haben, wird uns allen immer klarer wir stehen global vor einer weiteren noch viel größeren Herausforderung – dem Klimawandel mit all seinen Folgen, vor allem für die nachfolgenden Generationen. Es bedarf einer langfristigen Weichenstellung frei nach dem Motto: Raus aus der Krise im Zeichen der Nachhaltigkeit.“

Jetzt bietet sich die Chance zukunftsfähiges Wirtschaften, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu verbinden. Der Druck zwingt zum Handeln. Welche Rolle spielen dabei Landkreise und Kommunen? Welche Handlungsmöglichkeiten hat dabei der Landkreis BB?

Die Probleme sind global, aber die konkreten Handlungsmöglichkeiten, auch das zeigt uns die Corona, können und müssen vor Ort umgesetzt werden. „Global denken, lokal handeln“, das ist jetzt mehr denn je die Leitlinie, an der sich unser politisches Handeln orientieren muss.

Genau dafür bietet die Nachhaltigkeitsstrategie, die nun vom Landkreis erarbeitet wird, eine konkrete Anleitung. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises wird in Abstimmung mit den Fraktionen im KT entwickelt. Sie wird in Zukunft die Haushaltsplanerstellung des Landkreises mitbestimmen. Es gibt im Landkreis schon positive Ansätze, die es konkret weiterzuentwickeln gilt.

Die Pandemie deckt schonungslos unsere Schwächen auf. Wobei sich folgende Fragen stellen: Wo haben wir Nachbesserungsbedarf? Was müssen wir hinterfragen?  Was ist systemrelevant? Sie zeigt jedoch auch unsere Stärken, wie zum Beispiel: Ideenreichtum, Flexibilität, Zusammenhalt und Solidarität sowie lokale und regionale Handlungsfähigkeit.

Bei dem Verhältnis Jung und Alt geht es um die beiderseitige Solidarität nicht nur in der Pandemie, sondern auch beim Klimaschutz ist generationengerechtes Handeln wichtig. Auch beim Klimaschutz muss schnell und radikal gehandelt werden. Wir müssen begreifen, es geht nicht nur um materiellen Wohlstand, sondern auch um Lebensqualität.

Wichtig bei allen Konzepten ist eine Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen, aber auch die Bereitstellung der entsprechenden finanziellen Spielräume. Dabei ist es notwendig, eine Priorisierung der insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele vorzunehmen. Heidrun Behm, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag fasst dies wie folgt zusammen: „Es muss uns fraktionsübergreifend gelingen uns möglichst schnell auf gemeinsame Ziele zu einigen. Dann bietet sich für uns die einmalige Chance die Corona-Pandemie im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes positiv zu nutzen. Nach intensiver Beratung in unserer Fraktion werden wir Vorschläge und Anträge zur inhaltlichen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele einbringen. Die ersten Beratungen haben schon stattgefunden und werden in unserer Fraktionssitzung im September eine zentrale Rolle spielen.“

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