KREISVERBAND BÖBLINGEN

Förderung Wasser und Altlasten

Rund 1,3 Millionen Euro Fördermittel des Landes gehen für Maßnahmen in den Bereichen Wasserwirtschaft und Altlasten in den Kreis Böblingen.

Über das Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten“ unterstützt das Umweltministerium Kommunen im Land mit rund 138 Millionen Euro aus den Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds.

Die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Bernd Murschel und Thekla Walker (GRÜNE) freuen sich, dass 8 Gemeinden im Landkreis Böblingen davon mit rund 1,3 Millionen Euro profitieren können.

Für die Abwasserbeseitigung bzw. Modernisierung bestehender Kläranlagen geht an die Gemeinde Sindelfingen-Darmsheim zum Bau einer Spurenstoffentfernung im Klärwerk II 290.700 Euro. Die Böblinger Landtagsabge-ordnete Thekla Walker ist sich sicher „dass mit der sogenannten 4. Reinigungsstufe zur Elimination von Spurenstoffen die Stadt Sindelfingen den richtigen Weg zu einer deutlichen Verbesserung der Abwasser-reinigung geht.“

An die Gemeinde Deckenpfronn sollen für den Anschluss der Kläranlage an den Zweckverband Gärtringen-Nufringen 553.000 Euro gehen.

Für wasserbauliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Renaturierung der Würm erhält die Gemeinde Altdorf einen Zuschuss von 335.000 Euro.

Mit einem Strukturgutachten zur Wasserversorgung reagiert der Zweckverband Renningen-Rutesheim-Weil der Stadt auf die Herausforderungen des Klimawandels und die steigenden Umweltstandards. Er erhält dafür vom Land soll die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser und die gesicherte Abwasserbeseitigung in der Zukunft gewährleisten.

Fast 75.000 Euro gehen an die Stadt Leonberg für Untersuchungen von Altablagerungen. „Bei der weiteren Untersuchung der Altablagerung ‚Wanne‘ zeigt sich, dass Altlasten und Schadstoffe ein langes Gedächtnis haben“, betont der Leonberger Landtagsabgeordnete Murschel. „In die ehemalige Ablagerungsstätte sind schon Millionenbeträge zur Untersuchung geflossen. Der Standort wird heute mit einem besonderen Überwachungsprogramm (MNA-Konzept) begleitet, bei der man die natürlichen Abbauprozesse in Böden im Fokus hat. Insbesondere der Gefährdungspfad Boden–Wasser und die Ausbreitung einer Schadstofffahne sind auch Jahrzehnte nach der Nutzung eine Herausforderung.“

Mit kleineren Beträgen sollen die beiden Altablagerungen „Rauensee“ (Detailuntersuchung Verschließung der Messstellen) mit 8. 921 Euro und die Orientierende Untersuchung am „Schopfloch“ in Leonberg mit 6.420 Euro unterstützt werden.

Ergänzende Information:
Bei den genannten Maßnahmen des Förderprogramms „Wasserwirtschaft und Altlasten 2018“ handelt es sich um von den Kommunen beabsichtigte, jedoch noch nicht bewilligte Vorhaben. Die endgültige Förderung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch separate Bewilligungsbescheide. 

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